Aktuelles
Anwaltskosten in WEG-Verfahren
Am 16. Juli 2009 entschied der Bundesgerichtshof, dass in einem Beschlussanfechtungsverfahren vorrangig nur die Kosten des von dem Verwalter für die beklagten Wohnungseigentümer beauftragten Rechtsanwaltes erstattungsfähig sind, auch wenn einzelne Wohnungseigentümer von einem weiteren selbst beauftragten Rechtsanwalt vertreten wurden. Die Entscheidung läßt anklingen, dass etwas anderes sich daraus ergeben könnte, wenn ein sogenannter Interessenkonflikt vorliegt. [...]
Trittschallschutz in vermieteter Eigentumswohnung
Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil von 17. Juni 2009 (VIII ZR 131/08) entschieden, dass es bei der Frage, welcher Qualitätsstandard bei der Überprüfung des erforderlichen Trittschallschutzes einer Eigentumswohnung zu beachten ist, es grundsätzlich auf diejenigen DIN-Normen ankommt, die zur Zeit der Errichtung des Gebäudes galten, wenn nichts anderes vereinbart war. Auch wenn in der Eigentumswohnung [...]
Passivlegitimation der WEG
Will ein Wohnungseigentümer einen wohnungseigentumsrechtlichen Beschluß für ungültig erklären lassen, so muß er seine Klage gegen die übrigen Wohnungseigentümer richten. Eine Klage gegen die Wohnungseigentümergemeinschaft wäre rechtsfehlerhaft, da die Wohnungseigentümergemeinschaft als teilrechtsfähiger Verband für Beschlußanfechtungen nicht passivlegitimiert ist. Da § 46 WEG eindeutig die übrigen Wohnungseigetümer als passivlegitimiert vorgibt, können eindeutige Parteibezeichnungen in der Klageschrift [...]